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Cover des Songs Habe ich das nötig?
Ein Song von ABERGLAUBLICH

Habe ich das nötig?

Frei nach Kurt Tucholsky – „Die geschiedene Frau“

Fünf Jahre allein. Die Wohnung gehört ihr, die Zeit gehört ihr, und niemand stellt dumme Fragen. Dann kommt ein Mann. Mit einem Schlüssel, guten Absichten und einer erstaunlichen Begabung, alles besser zu wissen.

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Hinter dem Song

Worum es geht.

Habe ich das nötig? – Frei nach Kurt Tucholsky

Fünf Jahre allein. Die Wohnung gehört ihr, die Zeit gehört ihr, und niemand stellt dumme Fragen.

Dann kommt ein Mann. Mit einem Schlüssel, guten Absichten und einer erstaunlichen Begabung, alles besser zu wissen.

Sie hatte ihre Ruhe. Jetzt hat sie die Liebe.

Ob das wirklich ein Fortschritt ist, darüber lässt sich streiten. Besonders mit ihr.

Inspiriert von Kurt Tucholskys „Die geschiedene Frau“ – eine musikalische Betrachtung über Freiheit, Liebe und die menschliche Fähigkeit, genau das zu vermissen, was einem gerade noch auf die Nerven ging.

Mit einem Augenzwinkern, einer Portion Boshaftigkeit und der Erkenntnis, dass Vernunft in Liebesangelegenheiten selten das letzte Wort hat.

ABERGLAUBLICH – Zwischen Lachen und Weinen.

Erst lachen. Dann nachdenken. Die Reihenfolge ist allerdings unverbindlich.

Wort für Wort

Der Songtext.

Zum Mitlesen. Zum Nachdenken. Vielleicht zum Wiedererkennen.

Strophe 1

Fünf Jahre war die Wohnung mein,
kein Mensch hat mich beraten.
Ich kam nach Hause, wann ich wollt,
und niemand stellte Fragen.
Jetzt hat ein Mann den Schlüssel hier,
als wär das ganz gewöhnlich.
Er sagt, er liebt mich, wie ich bin.
Mit kleinen Einschränkungen.

Strophe 2

Er mag an mir den eignen Kopf,
solang ich damit nicke.
Er hört mir sehr geduldig zu,
bis er was Bessres weiß.
Und morgens, kurz nach sieben Uhr,
in seinen Unterhosen,
erklärt er mir, was Liebe ist.
Ich nicke. Ausnahmsweise.

Refrain

Hab ich das nötig?
Ich hatte meine Ruhe.
Hab ich das nötig?
Das ist doch lächerlich.
Er stört mich, wenn er da ist,
er fehlt mir, wenn er geht.
Ich kann das gut erklären –
nur leider nicht mir selbst.

Strophe 3

Manchmal wünsch ich ihn mir fort,
nur für ein paar Stunden.
Dann ist es still in meinem Haus,
genau, wie ich es wollte.
Ich schlag ein Buch auf, lese still,
denselben Satz fünfmal.
Dann lege ich es wieder weg
und hör, ob er schon kommt.

Refrain

Hab ich das nötig?
Ich hatte meine Ruhe.
Hab ich das nötig?
Das ist doch lächerlich.
Er stört mich, wenn er da ist,
er fehlt mir, wenn er geht.
Ich kann das gut erklären –
nur leider nicht mir selbst.

Bridge

Die erste Liebe hielt für immer.
So stand es jedenfalls im Plan.
Danach war ich um vieles klüger
und eine Weile frei.
Man lernt aus jedem neuen Anfang.
Das klingt sehr überzeugend.
Nur hält das Wissen selten stand,
wenn einer vor dir steht.

Finaler Refrain

Hab ich das nötig?
Ich hatte meine Ruhe.
Hab ich das nötig?
Das ist doch lächerlich.
Er stört mich, wenn er da ist,
er fehlt mir, wenn er geht.
Ich könnte ohne ihn leben.
Doch warum sollte ich?

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